Geschäftsführer Helmut Fliegl


Geschäftsführer Helmut Fliegl
Der Antrieb, mehr zu wollen, ist das große Geheimnis.“

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Firmengeschichte

"Der Antrieb, mehr zu wollen, ist das Geheimnis." (Helmut Fliegl)


Die Geschichte von Fliegl Trailer beginnt in der turbulenten Zeit nach der Wiedervereinigung Deutschlands. Nachdem die bayerische Inhaberfamilie und die thüringische Belegschaft anfängliche Ost-West-Differenzen überwunden haben, schreiben sie gemeinsam an ihrer Erfolgsstory und formen ein zukunftsorientiertes Unternehmen, das auf solidem Wachstum basiert.

Die Herausforderung

Neue Ziele mit neuen Strukturen


1991: In Triptis regeneriert ein Landwirtschaftliches Instandsetzungswerk Achsen und Lenkungen. Josef Fliegl, Unternehmer aus Bayern, der erfolgreich Agraranhänger baut, und sein Sohn Helmut setzen auf die strategisch günstige Lage Thüringens. Von der Treuhand übernehmen sie das LIW, doch die Geschäfte gestalten sich schwierig: Die Eigentumsverhältnisse in der Landwirtschaft sind oft unklar, teilweise halten sich Funktionäre, die den freien Handel blockieren, das Werk Triptis schreibt rote Zahlen. Im September muss Josef Fliegl handeln - er schickt seinen Sohn nach Thüringen. Für den erst 22-jährigen und seine Freundin Margit (19), die ihn begleitet, bedeutet dieser Schritt den Abschied von der bayerischen Heimat, aber sie nehmen die Herausforderung an.

Helmut Fliegl stößt in Triptis auf unterschiedliche Reaktionen: „Plötzlich stand da ein Jungspund aus dem Westen, der sagt, wo es langgeht, und mit eisernem Besen kehrt.“ In den ersten Monaten fallen 100 Stellen weg, die Anforderungen an die Mitarbeiter steigen, aber Fliegl Junior packt auch selbst mit an.

Blick nach vorn

Mit Innovationen zu Marktanteilen


Anfang der Neunziger Jahre boomt der Markt für LKW-Anhänger. Helmut Fliegl macht Fahrzeuge, die das Stammhaus in Bayern für die Landwirtschaft baut, straßentauglich. Die Idee ist gut, doch ihre Umsetzung anfangs schwierig: Es fehlen Produktkenntnis, Kunden und Lieferanten: „Wir mussten auf Teile ausweichen, die unserem Anspruch nicht gerecht wurden. Darunter litt zunächst unser Ruf.“

1992 gelingt der Durchbruch - mit der Konstruktion des ersten geraden Tiefladeranhängers, der neben Baumaschinen auch Paletten oder Container laden kann. Der Wettbewerb belächelt Fliegl, doch bald schon bauen andere Hersteller das Fahrzeug nach.

1993 geht die allgemeine Nachfrage nach Nutzfahrzeugen stark zurück. Der Vorteil: Nun klopfen namhafte Zulieferer an, Fliegl kann bessere Komponenten verbauen, die Qualität seiner Produkte steigt.

Weichenstellung

Neuer Geist und neue Produkte


Mitte der 90er Jahre leidet die Branche erneut unter starken Umsatzrückgängen. Während große Wettbewerber auf der Strecke bleiben, setzt Fliegl auf Innovation, baut seine ersten Pritschensattel und Containerchassis. Intern muss Helmut Fliegl jedoch weiter gegen Ressentiments kämpfen: „Es gab einen Ost-West-Konflikt. Einige haben mich regelrecht als Ausländer gesehen und versucht, alles Neue zu verhindern. Selbst einen Standortwechsel konnte ich nicht ausschließen. Diese Überlegung hat die Blockadehaltung schließlich gebrochen: Die Belegschaft ergriff die Initiative und sorgte selbst dafür, dass die Verweigerer das Unternehmen verließen.“

20 Jahre Leidenschaft für Trailer

Spitzenqualität in Serie


Mit der Standhaftigkeit und Bodenhaftung eines Familienunternehmens sowie mit laufend optimierten Produkten hat sich Fliegl Trailer in der Branchenspitze etabliert. 2005 baut Fliegl mit der Eröffnung seines Werks II seine Kapazitäten in der Großserienfertigung erheblich aus. In einem der modernsten Trailerwerke Europas laufen Pritschen- und Planensattel, Containerchassis und Sattelkipper vom Band.

Zum 20. Jubiläum zieht Helmut Fliegl 2011 eine positive Bilanz:  „Wir kennen die Anforderungen unserer Kunden und entwickeln die dafür passenden Transportlösungen. Die Qualität unserer Fahrzeuge hat ein sehr hohes Niveau erreicht, Ost-West ist kein Thema mehr. Meine Kinder sind ja selbst Ossis, wachsen hier auf und auch ich werde immer mehr zum Thüringer. Die Entscheidung, hierher zu ziehen, habe ich nie bereut.“

Fliegl Trailer Zeitreise
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